Über mich

Vom Leid zur Vitalität – Mein zurückhaltender Weg zu mir selbst

Mein Leben startete bereits mit Verlust, was mir jedoch fast 50 Jahre lang nicht bewusst war. Meine Zwillingsschwester hatte sich früh im Mutterleib verabschiedet. Ich hatte so lange ich zurückblicke, immer eine Art Todessehnsucht, es zog mich zu ihr. Ich sprach nie darüber, meine Mutter war so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie das in keinster Weise wahrnahm. Ich wollte immer woanders sein. Ich hielt es nie dort aus, wo ich gerade war. Immer war das Gefühl von "So wie ich bin, bin ich nicht richtig".

Seit meiner Kindheit begleiteten mich Gewichtsprobleme - eigentlich logisch - ich wollte ja gar nicht hier sein. 

Diese Geschichte führte jedoch bei mir zu diesem feinen Gespür für den dahinterliegenden Schmerz der Menschen. 

Ich sehe ihn, ich sehe ihre Körper schreien und ich fühle, was der wirkliche Ursprung dafür ist. 

Wenn ich jedoch ungefragt meine Wahrnehmung mitteilte, stieß ich die Menschen häufig vor den Kopf. Sie waren überfordert und das wiederum veranlasste mich, mich zurückzuziehen und mit mir zu hadern. Ich wollte doch nur Gutes tun...

Es ließ mich jedoch nicht los und heute halte ich mich zurück mit meinen Wahrnehmungen und teile sie nur, wenn ich gefragt werde. 

Und ja, es ist manchmal unbequem, denn es macht ja keiner absichtlich sich das Leben schwer.

Es gab einen entscheidenden Moment in meinem Leben, in dem ich damit begann, Details verstärkt zu betrachten. 

Dabei ging es nicht nur um das Offensichtliche, sondern auch um die zugrunde liegenden Zusammenhänge. Krisen, Verluste und einschneidende Erfahrungen haben mir frühzeitig verdeutlicht, dass das Leben gelegentlich abrupt innehalten kann und Ereignisse eintreten, die sich allein durch Logik nicht ergründen lassen. 

Darüber hinaus drückt der Körper häufig seine Botschaften aus, lange bevor wir deren Bedeutung erfassen. Während viele Menschen nach schnellen Lösungen streben, hat mich stets eine grundlegende Frage beschäftigt: 

Was wäre, wenn Krankheit, Schmerz oder Stillstand nicht als Mängel zu werten sind, sondern als wertvolle Hinweise? 

Diese Überlegung wurde zum Ausgangspunkt meiner professionellen Entwicklung. Ich habe begonnen, zu forschen, zu lernen und vor allem zuzuhören – dem Individuum, seinen Erfahrungen und den Signalen des Körpers. 

Heute kombiniere ich systemisches Coaching, Gestaltarbeit und Körperkommunikation in einer praxisorientierten Arbeit, die nicht gegen Symptome ankämpft, sondern deren Sprache zu verstehen versucht, agiere als Körperprofilerin, da ich der Überzeugung bin, dass der Körper Spuren hinterlässt, insbesondere nach überwältigenden Erlebnissen.

Viele Menschen setzen ihr Leben fort, obwohl ein innerer Teil von ihnen stagniert. Für die meisten ist das ja auch noch völlig normal, weil es vielen so geht. Jahre später manifestiert sich diese innere Erstarrung häufig in Form von Krisen, Erschöpfung oder Krankheit. 

In meiner Arbeit begegnen wir dem Schmerz nicht mit Widerstand. Vielmehr folgen wir den Fäden, die er zieht. Ich konzentriere mich insbesondere auf Menschen, die an einem Punkt angelangt sind, an dem bewährte Strategien versagen. Menschen, die tief in ihrem Inneren wissen, dass Veränderung möglich ist, auch wenn der Weg dorthin noch unklar ist.

Dabei geht es nicht um Kampf oder Selbstoptimierung, sondern um Verständnis, Sicherheit und die Förderung von Ver-BIN-dungen.

Wenn der Ursprung sichtbar wird, geschieht oft das Überraschende: Bewegung kehrt zurück, innere Ruhe entsteht, und das Leben beginnt wieder zu fließen. 

In meinem Podcast "True Crime Körper" lade ich dazu ein, Erkrankungen und Krisen neu zu betrachten – mit Neugier, Achtsamkeit und Vertrauen in die Intelligenz des Körpers. Denn die faszinierendsten Geschichten erzählt nicht der Verstand, sondern das Leben selbst. 

Für diese Überzeugung stehe ich mit meinem Namen. 

Herzlichst, Bianka

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